Archiv für August 2012

Ökonomiekritik in der Krise

Wir laden euch herzlich ein zu unserer Veranstaltungsreihe Ökonomiekritik in der Krise.

Ankündigung:
„In ökonomischen Krisensituationen macht sich unter Linken häufig die Hoffnung breit, dass sich die Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen verschärfen werde, da das, was bisher als Normalität und Selbstverständlichkeit galt, plötzlich in Frage gestellt wird. Auch Marx glaubte 1873, die damals sich anbahnende Krise werde „selbst den Glückspilzen des neuen heiligen, preußisch-deutschen Reichs Dialektik einpauken“. Wie damals schient auch heute diese Hoffnung überzogen, hat doch die Kritik, die angesichts der gegenwärtigen Krise formuliert wird, häufig herzlich wenig mit dialektischer Raffinesse und der Hinterfragung alter Selbstverständlichkeiten zu tun. Sie zeugt in der Regel vielmehr von oberflächlichen Ansichten über die Krisenursachen (Gier, verfehlte Wirtschaftspolitik etc.) und einer mangelnden Phantasie in Bezug auf etwaige Krisenlösungen (zurück zum Fordismus/Keynesianismus). In der Veranstaltungsreihe wollen wir uns dominierende Stränge der gegenwärtigen Ökonomiekritik kritisch anschauen und diskutieren, wie eine radikale Kritik in der Krise aussehen könnte.“

Veranstaltungen:

Staatsverschuldung und die Krise im Euroraum – Vortrag und Diskussion
mit Junge Linke gegen Kapital und Nation
23.10.12 //19 Uhr // Institut für vergleichende Irrelevanz, Frankfurt Westend

bereits gelaufene Veranstaltungen:

Das Geschlecht der Krise
(Ankündigungstext Das Geschlecht der Krise)
mit der Basisgruppe Antifaschismus Bremen
27.06.12 // 19:30 Uhr // Café KoZ

Kritik der Zinskritik
mit Nadja Rakowitz
04.07.12 // 19:30 Uhr // Café KoZ

Kritik des Linkskeynesianismus
mit Thomas Ebermann
11.09.12 // 20 Uhr // Café Exzess

Ankündigungstexte der VAs (mehr…)

Drecksstaat!

Deutsche Zustände:

Gerade erreichte uns die Nachricht, dass das Antifacamp in Dortmund verboten wurde. Seit Jahren ist Dortmund, mitbegünstigt durch die Ignoranz seitens der Stadt und der dortigen „bürgerlichen Öffentlichkeit“, die bundesweite Hochburg der neonazistischen „Autonomen Nationalisten“.
Die Genoss_innen in Dortmund haben bereits angekündigt das Verbot nicht hinzunehmen und rufen dazu auf jetzt erst Recht nach Dortmund zu kommen – dem können wir uns nur anschließen!

An diesem Wochenende jährt sich zudem das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen zum 20. Mal. Der deutsche Staat reagierte auf die tagelangen Angriffe auf die ZAst und eines vornehmlich von vietnamesischen Staatsbürger_innen bewohnten Wohnheimes mit Brandsätzen durch einen faschistischen Mob mit der Streichung des Grundrechts auf Asyl.
Aus diesem Anlass findet am 25.08. unter dem Motto „Das Problem heißt Rassismus“ eine Gedenkdemo in Rostock statt.
Kein Vergeben! Kein Vergessen!