Archiv für September 2012

Fragment zur Gewalt

Im Nachgang des europäischen Aktionstags gegen den Kapitalismus am 31. März (M31), in dessen Verlauf es zu medial stark aufgebauschten Ausschreitungen kam, entstand eine Gewaltdebatte, die aber bisher kaum über die konkreten Aktionen hinaus weiter geführt wurde. Hier ein kleiner Beitrag, der einen ersten Schritt versucht…

Fragment zur Gewalt

I.
Gewalt herrscht – vermittelt zwar, durch die Form des Rechts und die formale Freiheit, wie sie dem Warensubjekt in der Welt des Kapitals gebührt. Doch der Fortschritt, den sie brachte, ist ein Fortschritt innerhalb der Geschichte von Herrschaft und Gewalt. Emanzipation bedeutet – der Idee nach – mit dieser Geschichte, der Vorgeschichte, zu brechen.

II.
Der Frankfurter Frühling wurde geprägt von mal mehr (M31), mal weniger (Blockupy) sozialrevolutionären Krisenprotesten und einer dumpfbackig geführten Gewaltdebatte. (mehr…)

Gegen die Bundeswehr!

Update: Die Bundeswehr hat ihren Stand aufgrund der angekündigten Proteste inzwischen zurückgezogen. Widerstand lohnt sich!

Wir unsterstützen den Aufruf des AStA gegen den Bundeswehrstand auf der stubzubi.
An dieser Stelle sei noch einmal auf den Artikel „Die Hochschulen im Kriegseinsatz“ aus unserem Semesterguide WS 10/11 hingewiesen, in dem in aller Deutlichkeit die Dringlichkeit antimilitaristischen Eingreifens, auch an der Hochschule formuliert wurde: „Der Kampf gegen Militarismus an der Hochschule ist ein Kampf gegen die zunehmende Akzeptanz von staatlicher Gewalt nach innen und außen und gegen Forschungskapazitäten für zunehmend raffiniertere und zerstörerischere Wehrtechnik. Er ist Teil des Widerstands gegen Herrschaft, Ausbeutung und die strukturelle und zunehmende Enteignung unserer sowieso prekären Lebensbedingungen.“.

Der Bundeswehr kein gutes Standing einräumen: Töten bietet keine Perspektive!

Am 15. September 2012 findet an der Universität Frankfurt am Main auf dem Campus IG Farben im Westend die „stuzubi – bald Student oder Azubi“ statt. Bei der Messe für Schulabsolvent_innen will sich – praktisch unterschiedslos zu Hochschulen und etlichen Unternehmen – die Bundeswehr als Ausbilderin und Arbeitgeberin präsentieren. In dem geschichtsträchtigen Kasino-Gebäude wird dem Militär gar ein besonders prominenter Standplatz bereitgestellt; gerade eingetreten finden die Jugendlichen zur rechten Hand die Armee als gewöhnlichen und viel versprechenden Pfad auf der Suche nach ihrem Werdegang. (mehr…)